Die Gesundheit der Zähne hängt zu einem grossen Teil von der Ernährung ab. Sprich, der Konsum von zuckerhaltigen Speisen, säurehaltigen Nahrungsmitteln und Getränken sowie das Essverhalten generell sind die zentralen Determinanten unserer Zahngesundheit. Gerade bei Athleten können diese Faktoren eine wesentliche Rolle spielen. Daher ist es wichtig, dass die Athleten der Zahngesundheit die nötige Beachtung schenken. Dieser Artikel liefert eine kurze Zusammenfassung, welche Schritte ein Athlet einleiten kann, um seine Zahngesundheit zu verbessern.

Wie bereits erwähnt, hängt unsere Zahngesundheit ganz stark von unserem Ess- und Ernährungsverhalten ab. Gewisse Lebensmittel aber auch die Mundhygiene generell erhöhen dabei das Risiko, die Zahngesundheit zu gefährden. Gerade der Mechanismus, wie kohlenhydrat- bzw. zuckerhaltige Lebensmittel die Gesundheit der Zähne beeinflussen, ist grösstenteils bekannt. Nachfolgend sollen die wichtigsten Punkte beschrieben werden, welche zu einer verbesserten Zahngesundheit bei Athleten beitragen sollen.

  1. Vermeiden von Supplementen und Nahrungsergänzungsmitteln, welche das Training, den Wettkampf oder die Regeneration nicht massgeblich beeinflussen bzw. verbessern.
  2. Regelmässige Anwendung von hochdosierter Fluorid-Zahnpasta (mindesten 2800 ppm Fluorid) als regelmässiger Ersatz zur herkömmlichen Zahnpasta. Zusätzlich wird die Anwendung von 0.05 % Natriumfluorid Mundspülung empfohlen (beeinflusst Nitrat- bzw. Randensaftsupplementation nicht)
  3. Reduktion des Zahnplaque-Biofilms: Zahnzwischenräume reinigen, Coaching und Instruktion durch Zahnarzt oder Dentalhygiene
  4. Regelmässiger Besuch beim Zahnarzt und der Dentalhygiene: zweimal pro Jahr für Athleten abgestimmt auf Wettkampfsaison
  5. Essstörungen können anhand der Zahngesundheit sehr früh erkannt werden: Zusammenarbeit mit Zahnarzt/Dentalhygiene bei Verdacht auf Essstörung.
  6. Verwendung von risikovermindernden Strategien: beispielsweise Mund mit Wasser spülen nach der Einnahme von kohlenhydrathaltigen Supplementen und Getränken.
  7. Implementierung von Studien, um die besten Massnahmen zu eruieren und die Athleten zu schulen.

Kommentar

Es lohnt sich auf jeden Fall, bei Athleten auf eine angepasste Zahnhygiene zu achten, um allfällige langfristige Schäden zu minimieren und die Zahnarzttermine bereits in die Saisonplanung zu integrieren. Zudem kann auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit den Fachexperten aus dem Bereich der Zahngesundheit gefördert werden, insbesondere bei Verdacht auf eine Essstörung.

Literatur

Needleman et al. Nutrition and oral health in sport: time for action. 2018. Br J Sports Med (Epub ahead of print)