Mit Dopingsubstanzen kontaminierte Supplemente sind leider Realität. Und in den letzten Jahren gab es diverse positive Dopingbefunde, die im Zusammenhang mit der Einnahme solcher Supplemente gebracht wurden. Wie gross ist die Gefahr eines unbeabsichtigten Dopings?
Sporttreibende sind aufgrund des Prinzips der so genannten «strict-liability» für alle verbotenen Wirkstoffe verantwortlich, die in ihrem Körper gefunden werden. Ist ein Supplement mit einer verbotenen Substanz kontaminiert und erfolgt durch dessen Einnahme ein positiver Dopingbefund, dann ist dies ein echtes Problem für die Sporttreibenden.
Die Häufigkeit von Dopingfällen durch kontaminierte Supplemente ist nicht bekannt. Es ist aber auch enorm schwierig, zuverlässige Daten über unbeabsichtigtes Doping zu erhalten. Forscher aus Australien haben dennoch eine grobe Schätzung gewagt: Sie kommen auf weniger als 10 %.
Ob nun viele oder wenige Dopingfälle auf kontaminierte Supplemente zurückzuführen sind, ist nicht einmal von grosser Bedeutung. Solange vereinzelte Supplemente verbotene Substanzen enthalten, und dies ist mit grosser Wahrscheinlichkeit heute noch der Fall, bleibt die Gefahr eines unbeabsichtigten Dopings bestehen. Sporttreibende müssen daher zu ihrem Schutz entsprechende Massnahmen ergreifen.
Die korrekte Wahl eines Herstellers von Supplementen ist dabei eine ganz wesentliche Massnahme. Je grösser und bekannter ein Hersteller, umso geringer die Wahrscheinlichkeit einer Kontamination. Ein einziges kontaminiertes Supplement würde den Ruf des Herstellers kompromittieren, was sich kein grosser Hersteller leisten kann. Da zudem in keinem Schweizer Produkt bislang verbotene Substanzen gefunden wurden, empfehlen Schweizer Fachleute in Sporternährung beim Kauf von Supplementen grosse Schweizer Firmen als Hersteller zu wählen. Supplemente aus dem Ausland und insbesondere von Internetkäufen sollten idealerweise von Fachleuten in Sporternährung beurteilt werden.
Literatur