Randensaft gehört zu den neueren potentiellen Leistungsfördern und seine Wirkung wird dem Nitrat zugeschrieben. Nitrat ist ein Paradebeispiel dafür, dass man sich stets weiterbilden sollte: Früher galt es als gesundheitsgefährdend, heute gilt das Gegenteil…
Lange wurde Nitrat als eher schädlicher Stoff eingestuft. Es stand unter dem Verdacht, bei der Entstehung von Krebs involviert zu sein. Die heutige Evidenz lässt aber diesen Schluss nicht zu und im Gegenteil, dem Nitrat werden diverse positive Wirkungen auf die Gesundheit zugeschrieben (1). In der vorliegenden Studie geht es aber um die potentielle leistungssteigernde Wirkung von Randensaft (2).
Methode
- 2 Studien, geblindet, placebo-kontrolliert
- A) Laborbasierter Kayaktest – B) simuliertes Kayakrennen auf dem Wasser
- A) 6 Männer, nationale Elite – B) 5 Frauen, internationale Elite
- A) gewohnter, Kayak-spezifischer, intermittierender Test mit 4 min Test am Schluss
- B) Simuliertes 500 m Rennen
- Supplementierung: Rund 2 h vor den Tests ein Randensaft-Shot mit A) 4.8 mmol Nitrat – B) 9.6 mmol Nitrat
Ergebnis
- A) kein Unterschied im 4 min Test, aber im Schnitt eine tiefere Sauerstoffaufnahme
- B) signifikant schnellere Zeit mit Nitrat: 114.6 s vs. 116.7 s (= 1.7 % schneller)
Kommentar
Das gemischte Ergebnis ist schon fast symptomatisch für Studien mit Randensaft. In gewissen Situationen scheint Randensaft die Leistung etwas zu verbessern, in anderen nicht. Es gibt Vermutungen, in welchen Situationen Randensaft von Vorteil sein könnte (z.B. eher Untrainierte, in der Höhe im Training). Aber es ist noch zu früh, um eine schliessende Beurteilung zu fällen.
Literatur